CHRISTNACHT
Die Menschen haben
sich müd geplagt.
Vorsichtig traben
die Wölfe zur Jagd.
Aus Holz gezimmert
ein Stall in der Nacht,
dem Licht entschimmert.
Der Teufel hat Sorgen.
Aus Abend wird Morgen:
das Christkind erwacht.
Mit offnem Maule
stehn Ochs und Kuh
und drängen zum Gaule
sich breit herzu:
ein Wunderstern streute
die Lichter heute
durchs offene Dach.
Aus Engelsmunde
erfüllt sich die Kunde:
das Christkind ist wach.
Den Schnee verschlucken
so Busch wie Plan.
Es kräht der Hahn
und gackern die Glucken.
Die Engel kaufen
Leuchtkerzen ein.
Die Hirten laufen
im Sonntagsrocke
und lassen Glocke
und Herde sein.